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	<title>Frauenwahlrecht | Portugal</title>
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	<title>Frauenwahlrecht | Portugal</title>
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		<title>Portugal</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Apr 2020 11:11:28 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[In Portugal tauchten Forderungen nach dem Frauenwahlrecht Ende des 19. Jahrhunderts auf; in städtischen Frauenzirkeln, die der (rein männlichen) 1876 gegründeten Republikanischen Partei nahe standen, wurde es ab 1893 Thema, als in Neuseeland das erste Mal in der Welt Frauen an einer Wahl teilnahmen.  ...]]></description>
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<p>In Portugal tauchten Forderungen nach dem Frauenwahlrecht Ende des 19. Jahrhunderts auf; in städtischen Frauenzirkeln, die der (rein männlichen) 1876 gegründeten Republikanischen Partei nahe standen, wurde es ab 1893 Thema, als in Neuseeland das erste Mal in der Welt Frauen an einer Wahl teilnahmen.</p>
<p> </p>
<p>



</p>
<p>Zu der Zeit war das Land eine Monarchie mit schwachen parlamentarischen Strukturen, die auch den Männern nur ein eingeschränktes Klassen-Wahlrecht einräumten: Es war gebunden an Grundbesitz sowie an die Fähigkeit, lesen und schreiben zu können &#8211; und galt daher nur für einen kleinen Teil der Bevölkerung. In den 1880-er Jahren kamen dennoch ein paar republikanische Abgeordnete in das Parlament.<br />Portugal war außerdem eher ländlich-agrarisch strukturiert und gerade auf dem Land waren insbesondere die Frauen von tiefem Katholizismus und dem entsprechenden traditionellen Rollenverständnis geprägt. Sie arbeiteten in der Landwirtschaft und im Haus, waren von der Bildung praktisch ausgeschlossen: Zwar waren die Universitäten theoretisch auch für Frauen offen, doch sie konnten bis in die 1880er Jahre keinen Schulabschluss erlangen, der ihnen den Zugang ermöglicht hätte. Unter dem Einfluss republikanischer Parlamentarier wurden die Schulen jedoch auch für Mädchen geöffnet und die konnten sich für ein Universitätsstudium qualifizieren.</p>
<p><br />1891 war Domitila de Carvalho die erste und einzige Frau, die sich an der Universität von Coimbra einschrieb. Nach dem Abschluss ihres Mathematik- und Philosophie-Studiums setzte sie noch ein Medizin-Studium darauf, das sie 1904 abschloss. Zwei Jahre zuvor, 1902, hatte eine andere Frau an der Polytechnischen Hochschule in Lissabon ihren Medizinerinnen-Abschluss gemacht: Carolina Beatriz Ângelo. Im selben Jahr heiratete die damals 24-Jährige einen republikanisch gesinnten Arzt, ein Jahr darauf kam ihre Tochter zur Welt. Carolina Beatriz Ângelo spezialisierte sich später auf Gynäkologie und Chirurgie und war die erste Frau in Portugal, die in einer Klinik Operationen durchführte.</p>
<p> </p>
<p>



</p>
<p>Und sie war die erste portugiesische Frau, die an einer Parlamentswahl teilnahm. Bald nach Studium, Heirat und Geburt der Tochter hatte sie sich mit anderen Ärztinnen &#8211; darunter auch Domitila de Carvalho &#8211; der politischen Frauenbewegung angeschlossen, die sich für die Errichtung einer Republik einsetzten. Zunächst wurde Carolina Beatriz Ângelo Mitglied in der portugiesischen Sektion der französischen Organisation „La Paix et le Désarmement par les Femmes“, 1907/08 arbeitete sie im „Grupo Português de Estudos Feministas“ mit, später in der im August 1908 gegründeten „Liga Republicana das Mulheres Portuguesas“.</p>
<p> </p>
<p>



</p>
<p>Ab 1909 war sie stellvertretende Vorsitzende der „Liga“ auf nationaler Ebene, zeigte sich aber zunehmend unzufrieden mit deren Ausrichtung: Da die „Liga“ sich nicht explizit für das Frauenwahlrecht einsetzte, trat sie im April 1911 von ihrem Amt zurück und gründete im Mai mit ihrer Mitstreiterin Ana de Castro Osório die Associação de Propaganda Feminista – die erste portugiesische Frauenwahlrechtsorganisation.</p>
<p> </p>
<p>



</p>
<p>Am 5. Oktober 1910 war die Monarchie gestürzt und die Republik ausgerufen worden. Und es war erstmals ein von Grund- oder sonstigem Besitz unabhängiges Wahlrecht eingeführt worden, das für alle „portugiesischen Bürger mit mehr als 21 Jahren, die lesen und schreiben können, sowie Familienoberhäupter sind“ galt. Und da Carolina Beatriz Ângelos Mann im Januar 1910 verstorben und sie Familienoberhaupt war, beschloss sie, an der für Mai 1911 anberaumten Wahl zur verfassungsgebenden Versammlung teilzunehmen.</p>
<p> </p>
<p>



</p>
<p>Bei der Wahlkommission des zweiten Wahlbezirks Lissabons stellte sie den Antrag, in das Wählerregister aufgenommen zu werden, da sie als Witwe mit einer Tochter Familienoberhaupt sei, mehr als 21 Jahre alt sei und studiert habe. Der Begriff „alle portugiesischen Bürger“ war ja nicht nach Geschlecht spezifiziert.</p>
<p> </p>
<p>



</p>
<p>Die Wahlkommission lehnte Ângelos Antrag zunächst ab, wogegen sie beim Gericht „Tribunal da Boa-Hora“ Berufung einlegte. Am 28. April 1911 entschied der Richter João Baptista de Castro, dass ein Ausschluss einer Frau aus dem Wählerregister allein aufgrund ihres Geschlechts absurd und nicht den Idealen der Demokratie und Gerechtigkeit entspräche, wie sie von der Republikanischen Partei zur Revolution propagiert worden seien. Aufgrund dessen sei die Antragsstellerin in das Wählerregister aufzunehmen.</p>
<p> </p>
<p>



<p></p>



</p>
<p>Ein Monat später, am 28. Mai 1911, nahm Carolina Beatriz Ângelo als erste portugiesische Frau an den Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung teil. In Begleitung ihrer Freundin und Mitstreiterin Ana de Castro Osório wählte sie im Wahllokal von Arroios im „Clube Estefânia“, wobei es zu einem Zwischenfall kam, da der Wahlvorsteher des Wahllokals zunächst – trotz ihres Eintrags im Wählerregister – ihre Stimme nicht annehmen wollte. Ein Polizist, der das Wahllokal bewachte, musste einschreiten.<br />Der historische Akt erregte große Aufmerksamkeit der Presse, zahlreiche Zeitungen berichteten über Ângelos Teilnahme an der Wahl. Niemals zuvor hatten so viele portugiesische Zeitungen über eine Feministin und Frauenrechtlerin berichtet.</p>
<p><br />Am 3. Oktober 1911 – ein Jahr nach der Proklamation der Republik, starb sie an einem Herzinfarkt. So hat sie nicht mehr erlebt, dass das &#8211; wenn auch versehentlich gewährte &#8211; eingeschränkte und nur unter speziellen Bedingungen zu erlangende Wahlrecht für Frauen wieder abgeschafft wurde. Bereits ab 1913 galt das Wahlrecht ausschließlich für portugiesische Bürger männlichen Geschlechts. Und das blieb so bei allen 45(!) Parlamentswahlen, die in den 15 Jahren bis zum Ende der 1. Republik stattfanden. Diese wurde am 28. Mai 1926 durch einen Militärputsch beendet; zwei Jahre später beriefen die Militärs den Wirtschaftsprofesseor António Salazar zum Ministerpräsidenten, der das Land in eine faschistische Diktatur umwandelte.</p>
<p> </p>
<p>



</p>
<p>Carolinas Kampfgefährtinnen verfolgten indessen ihr Ziel, wählen zu dürfen, unbeirrt weiter, Einige von ihnen, die konservativen Frauen um Domitila de Carvalho, erreichten es schließlich, dass Salazar den Frauen immerhin ein gewisses Wahlrecht einräumte: Ab 1931 konnten Frauen wählen, doch sie mussten mindestens die Oberschule absolviert haben &#8211; im Gegensatz zu den Männern, die lediglich lesen und schreiben können mussten. 1934 gelangten über die salazaristische Einheitsliste Uniao Nacional die ersten drei Frauen ins Parlament: Domitila de Carvalho, Maria Guardiola und Maria Candida Parreira.</p>
<p> </p>
<p>



</p>
<p>Erst 1968 durften Frauen auch auch ohne den Status „Familienoberhaupt“ wählen. Ein volles Wahlrecht für Frauen in Portugal wurde erst nach der Nelkenrevolution am 25. April 1974 beschlossen.</p>
<p> </p>
<p>Heute beträgt der Frauenanteil in der Assembleia da República: 34,8 % ; in der Regierung (derzeit Minderheitsregierung der Sozialistischen Partei) sind aber nur 16,7 % Frauen.</p>
<p> </p>
<h4>Erika Weisser</h4>
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		<title>Afghanistan</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2014 08:39:33 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Maecenas in pharetra eros. Vivamus eu nisi ut dui bibendum ornare vitae a enim. Sed sit amet tellus sagittis, iaculis mi nec, auctor purus. Maecenas feugiat nisl quis felis dignissim, sit amet tristique lectus viverra. Quisque luctus nulla ac lectus malesuada, convallis varius mi accumsan. Pellentesque at nulla ac diam mollis vestibulum at a nulla. Praesent eleifend justo quis tortor pulvinar condimentum. Sed sed rhoncus risus.]]></description>
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			<p>Erstmals wurde das Frauenwahlrecht in Afghanistan im Jahr 1919 eingeführt, aber die Geschichte des Frauenwahlrechts unterscheidet sich doch von anderen Orten dieser Welt.<br />
1919 &#8211; noch vor den Vereinigten Staaten und vielen europäische Staaten &#8211; wurde das Frauenwahlrecht zwar eingeführt, allerdings bereits 1929 wieder abgeschafft.</p>
<p>Über drei Jahrzehnte später, im Jahr 1963, wurde den Frauen in Afghanistan das politische Recht der gleichberechtigten Wahl erneut gewährt. Um &#8211; weitere drei Jahrzehnte später &#8211; im Jahr 1996 wieder von den Taliban kassiert zu werden. Seit 2004 dürfen Frauen wieder wählen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Für die Entwicklung des Frauenwahlrechts in Afghanistan spielte die Haltung des herschenden Königs Habibullah Khan und seines Sohnes Amanullah eine wesentliche Rolle. Als Habibulah 1901 König Afghanistans wurde holte er den ins Exil nach Syrien geflüchteten Mahmood Tarzi nach Afghanistan zurück. Die Familie Tarzi engagierte sich für die Modernisierung des Landes und König Abdullah symphatisierte mit den liberalen Ideen und Reformen, mit denen Tarzi Afghanistan voranbringen wollte. 1913 heiratete Prinz Amanullah Khan die Tochter von Mahmood Tarzi &#8211; Soraya Tarzi.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Soraya kam 1899 in Damaskus, Syrien auf die Welt. Dort studierte sie auch und wuchs im Umfeld und Einfluß westlicher Kultur auf. Als ihr Ehemann Amanullah Khan 1919 König wurde, war sie eine einflußreiche und wichtige Person hinter den Reformen, mit denen er Afghanistan voranbringen wollte. Es war Soraya, die die erste Mädchenschule in Afghanistan eröffnete und sich für die Bildung und Qualifizierung von Mädchen und Frauen einsetzte.</p>
<p>So setzte sie sich beispielsweise 1928 dafür ein, dass 15 junge Frauen in die Türkei reisen konnten, die sich dort als Lehrerinnen und Krankenschwestern weiterbilden konnten. Bereits 1921 veröffentlichte sie eine wochentliche Zeitung für Frauen mit dem Titel Irshad-e-naswan. Die Zeitung thematisierte das Alltagsleben von Frauen, ebenso die Rechte der Frauen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am 9. Jahrestag der Unabhängigkeit Afghanistans, 1928, sagte sie in ihrer Rede:</p>

		</div> 
	</div> <div class="separator  transparent center  " style="border-bottom-width:1px;margin-top:37px;margin-bottom:0px"></div>
<blockquote class='blockquote_shortcode with_quote_icon' style=''><span style="" class="icon_quotations_holder">”</span><h4 class='blockquote_text' ><span>... die Unabhängigkeit gehört uns allen, deshalb feiern wir sie. Aber denken sie, dass unsere Nation von Anfang nur Männer braucht um ihr zu dienen? Frauen sollten ihren Anteil ebenso wie die Frauen in den frühen Jahren unsere Nation und des Islam übernehmen. Aus ihren Beispielen müssen wir lernen, dass wir alle zur Entwicklung unsere Nation beitragen müssen und dass dies nicht ohne Wissen möglich ist.</span></h4></blockquote><div class="separator  transparent center  " style="border-bottom-width:1px;margin-top:25px;margin-bottom:0px"></div>

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			<p>Als Königin Soraya Tarzi mit ihrem Gatten im Dezember 1927 zu einer 8-monatigen Europareise aufbricht, hat ihr König Amanullah u.a. bereists die allgemeine Schulpflicht, Gleichbehandlung von Mann und Frau und die Trennung von Kirche und Staat auf den Weg gebracht. In Berlin dinierte Soraya Tarzi mit Reichspräsident Hindenburg, in Oxford wurde ihr ein Ehrentitel der Oxford University verliehen.</p>
<p>In Europa gefeiert, in Afghanistan „gefeuert“ &#8211; in Afhganistan verbreitete Fotos zeigen die Königin westlich gekleidet, ohne Kopfbedeckung, einen Handkuss empfangend. Der Aufruhr der reformfeindlichen geistlichen Mullahs gipfelte in einer handfesten Rebellion gegen das Königspaar und zwang den König 1929 zum Abdanken und zur Flucht ins Exil. Am 20. April 1968 verstarb Soraya Tarzi in Rom.<br />
Ironie der Geschichte: An der Verbreitung der Fotos war die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien aktiv beteiligt, Reformen und Frauenwahlrecht waren weniger wichtig, als der politische Einfluß, den man sich von den Nachfolgern Khans versprach. Mit den wiedererstarkten Klans und Mullahs verschwand auch das Frauenwahlrecht umgehend in der Versenkung. Schulen für Mädchen wurden geschlossen und die einzige Frauen-Zeitschrift Irshad-e-naswan verboten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Erst drei Jahrzehnte später wurde das Wahlrecht der Frauen wieder eingeführt, 1964 wurde erstmals in Afghanistan das volle Frauenwahlrecht eingeführt, denn im Unterschied zu 1919 durften Frauen nicht nur wählen, sondern auch gewählt werden, wie z.B. Kobra Noorzai, die als erste afghanische Frau zur Ministerin gewählt wurde. Von 1965-69 war sie Gesundheitsministerin.</p>
<p>Ende der 1940-er Jahre öffnete sich für Frauen wieder der Weg in die Ausbildung und Arbeitsfelder Bildung und Erziehung.<br />
1957 war Kobra Noorzai eine der Gründerinnen des unabhängigen Frauenverbands De Mermeno Tolena und war zusammen mit Masoama Wardakir in der 23-köpfigen Kommission, die die dritte afghanische Verfassung erarbeitete. Das in der Verfassung garantierte allgemeine, freie Wahlrecht für Männer wie Frauen war ein Erfolg der westlich orientierten Eliten in Kabul, Herat, Mazar-il-Sharif und erhielt massiven Gegenwind vor allem in den ländlichen Provinzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine weitere Stärkung der Frauenrechte, wie die Abschaffung des Brautpreises, die freie Wahl des Ehepartners und der Berufswahl durch die Verfassung von 1975/77 blieb an vielen Orten ohne Umsetzung. Unter der sowjetischen Kontrolle allerdings wurde die Teilhabe der Frauen im zivilen Alltag real: 70% der Lehrkräfte waren Frauen, 40% der Ärzteschaft und die Hälfte der Studierenden war weiblich.</p>
<p>Mit dem Zusammenbruch des System 1992, dem folgenden Bürgerkrieg mit der Herrschaft der Taliban bis 2001 verloren Frauen z.T. über Nacht Rechte wie Arbeitsplätze und waren erste Opfer von Gewalt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Verfassung von 2004 garantiert heute Frauen 27% der Sitze im afghanischen Parlament, mind. 2 Frauen aus jeder der 34 Provinzen vertreten ihre Wähler*innen. Bei den Wahlen 2010 waren 40% der Wahlbeteiligten Frauen, 2018 waren es 34%. Eine der ersten Ministerinnen (für Frauenfragen) war Sima Samar, die erste Gouverneurin einer Provinz wurde 2005 Dr. Habiba Sarabi.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>SAID MUHAMMED</h4>

		</div> 
	</div> </div></div></div></div></div>
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		<title>Brasilien</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Dec 2014 08:31:29 +0000</pubDate>
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			<p><strong><em>Das Gesetz und die Zahlen</em></strong><br />
In Brasilien durften Frauen bundesweit erst seit dem Jahr 1932 wählen. Allerdings war das Recht den verheirateten Frauen (mit Genehmigung des Ehemannes), Verwitweten und ledigen Frauen mit eigenen Einkommen vorbehalten. Erst im Jahr 1934 durften alle Frauen wählen und gewählt werden. Die Wahlpflicht, wie sie schon für Männer galt, wurde für die Frauen erst im Jahr 1946 eingeführt. Von einer gesamten Anzahl von 144 Millionen brasilianischen Wählern sind 75.266.056 Frauen, also 52,24% der Wählerschaft (Daten: TRE 2018).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Wie alles anfing</em></strong><br />
Der Kampf für das Frauenwahlrecht im Brasilien begann bereits 22 Jahre bevor sie das Recht per Gesetz erhielten.<br />
Genau im Jahr 1910, wurde die erste (und bis heute die einzige) feministische Partei im Land gegründet. Sie hieß „Partido Republicano Feminino“ (frei übersetzt: Weibliche Republikanische Partei) und hat mehr oder weniger die Strategie &#8211; radikale Aktionen ausgenommen &#8211; der englischen „Suffragetten“ übernommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die PRF wurde in Rio de Janeiro von der Lehrerin Leolinda Daltro und der Schriftstellerin Gilka Machado gegründet, zwei der Pionierinnen im Kampf für das Frauenwahlrecht in Brasilien. Leolinda Daltro kam aus dem Bundestaat Bahia, im<br />
Nordosten Brasiliens, und war Feministin, Lehrerin, alleinerziehende Mutter von fünf Kindern und hat nicht nur das Wahlrecht für Frauen gefordert. Sie hat auch für das Recht auf Berufsausbildung für junge Frauen gekämpft und war für die Einführung der legalen Ehe-Scheidung (Divórcio), was damals ein Skandal war.</p>
<p>Die Mehrzahl der Partei-Mitglieder bestand aus Leolindas Schülerinnen in der Schule „Escola Orsina da Fonseca“, wo sie auch die Leiterin war. Sie waren nicht mal 100, aber dafür sehr hartnäckig in ihren Aktionen. Wie die „Suffragetten“ haben sie die Standarte, die Brustschärpe und die Broschen getragen.</p>
<p>Im Jahr 1919 war Leolinda die erste Frau, die für eine Bürgermeister-Wahl in Brasilien kandidierte. Ihre Kandidatur wurde aber abgelehnt. Wie Emmeline Pankhurst aus England wurde auch Leolinda von der Presse ausgelacht und von der Öffentlichkeit schikaniert. Doch weder die Rückschläge noch die Demütigungen nahmen der brasilianischen Feministin den Mut.</p>
<p>Leolinda starb im Jahr 1935, ihre Ideale lebten aber weiter mit der „Federação Brasileira pelo Progresso Feminino“ (frei übersetzt: Brasilianische Föderation für den weiblichen Fortschritt), gegründet im Jahr 1922 in São Paulo und von der Biologin Berta Lutz geleitet.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Andere Pionierinnen</em></strong><br />
Leolinda Daltro, Gilka Machado und Berta Lutz waren wichtige Namen, aber nicht die einzigen Pionierinnen im Kampf für das Frauenwahlrecht in Brasilien. Im Land gab es noch andere Kämpferinnen und viele spannende Geschichten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Die erste Wählerin und die erste Bürgermeisterin</em></strong><br />
Im Jahr 1927 im Bundestaat Rio Grande do Norte, im Nordosten Brasiliens, also 5 Jahre vor dem Beschluss über das Frauenwahlrecht auf Bundesebene, hat sich die Sekundarlehrerin Celina Guimarães Viana als erste Wählerin durch eine Petition registrieren lassen. Das war nur möglich, weil das Wahlgesetz im Bundesstaat Rio Grande do Norte viel fortgeschrittener als das des Landes war. Im Text hieß es: „im Rio Grande do Norte dürfen alle Bürger wählen und gewählt werden, unabhängig vom Geschlecht“. Celina Viana durfte im April 1928 in der Stadt Mossoró wählen. Ihr Erfolg hat viele Frauen so motiviert, dass ähnliche Petitionen in anderen Städten von Rio Grande do Norte und in weiteren 9 Bundesländern beantragt wurden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die erste Bürgermeisterin in Brasilien und in Südamerika &#8211; so die damalige Nachricht in der amerikanischen Zeitung New York Times &#8211; kam auch aus dem Bundesland Rio Grande do Norte. Im Jahr 1928 wurde Luisa Alzira Teixeira Soriano als Bürgermeisterin der Stadt Lages mit 60% der Stimmen gewählt. Luisa Soriano hat für die Republikanische Partei kandidiert, war aber leider nur ein Jahr im Amt. Auf dieses hat sie 1930 verzichtet, weil sie unzufrieden mit der Wahl des Präsidenten Getúlio Vargas war. Trotz der kurzen Regierungszeit von Alzira, konnte die kleine Stadt Lages einige Fortschritte erreichen, mit dem Ausbau der lokalen Infrastruktur (Bau von Straßen und Verbesserungen bei der Straßenbeleuchtung). Alzira ist in der Politik geblieben: Im Jahr 1947 wurde sie Gemeinderätin in der Stadt Jardim de Angicos, wo sie noch zwei weitere Legislaturperioden übernommen hat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>VALÉRIA DA SILVA FEKETE</h4>

		</div> 
	</div> </div></div></div></div></div>
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		<title>International</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2014 16:23:42 +0000</pubDate>
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			<p>Samstag, 10. Oktober 1903. Im Wohnzimmer in der Nelson Street Nr. 62 in Manchester warten <strong>Emmeline Pankhurst und ihre Töchter Christabel und Sylvia</strong> auf drei weitere Frauen, mit denen sie am Abend eine Organisation gründen würden, die die Welt tatsächlich in Bewegung setzen sollte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie waren es leid gegen erniedrigende Argumente anzureden, wie oft hatten sie sich bei Versammlungen und Wortgefechten auf der Straße anhören müssen, dass Frauen sich besser auf ihre eigentliche Aufgabe als Hüterin des Hauses und das Gebären von Nachwuchs konzentrieren sollten, statt sich jetzt auch noch in die Politik einzumischen, wofür sie schon allein biologisch nicht geschaffen seien.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zunehmend mehr Männer hatten seit den 1860 Jahren im britischen Wahlsystem, das an Besitz und Einkommen gebunden war, ein Stimmrecht erhalten, während Frauen als einzigen Erfolg verbuchen konnten, dass 1869 ledige und verwitwete Frauen kommunal wählen durften. Damit hatten sich die Ehegatten das politische Hoheitsrecht als Haushaltsvorstand weiter gesichert. Weitergehende parlamentarische Eingaben, Petitionen, Gerichtsverfahren bestätigten nur immer wieder den unverrückbaren Status quo.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Frauen hatten sich zwar breit organisiert, von Cornwall bis zu den Highlands hatten sich 449 Stimmrechtsvereine unter dem Dach der National Union of Women`s Suffrage Societies (NUWSS) zusammengeschlossen, blieben aber mit ihrer gemäßigten Strategie genauso wirkungslos, wie sich die politischen Parteien als sehr unzuverlässige Bündnispartner erwiesen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die sechs Frauen in der Nelson Street wollten ihre Zeit nicht mehr sinnlos mit Petitionen und Bittgängen verschwenden und so bringt das Motto der neu gegründeten „<strong>Women Social and Political Union</strong>“ (WSPU) den Strategiewechsel auf den Punkt: Taten statt Worte – Deeds not words.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jetzt wurden aktiv Versammlungen von politischen Freunden und Feinden gestört, lautstarke Demonstrationen abgehalten, mit dem eigenen Anketten (Downing Street, Westminster) gegen die Regierung demonstriert, Briefkästen gesprengt, leerstehende Gebäude in Brand gesetzt und sehr viele Schaufenster gingen zu Bruch: 1912 zerschmetterten 400 Frauen mit Hämmern bewaffnet zu einem verabredeten Zeitpunkt gleichzeitig Schaufenster in Londons Geschäftsstraßen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Um Polizeiwillkür und vor allem die Verhaftung der oft zur Fahndung ausgeschriebenen Emmeline Pankhurst zu verhindern, bildete die Jiu-Jitsu-Trainerin Edith Garrud eine 25-Frau starke Bodyguard-Gruppe aus und gab Kurse in Selbstverteidigung.<br />
Die wegen ihres autokratischen Führungsstils kritisierte Emeline Pankhurst ließ keine Zweifel aufkommen: „The WSPU is simply a suffrage army in the field“ &#8211; Die WSPU ist einfach eine Stimmrechts-Armee im Krieg.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Über 1.000 Frauen wurden inhaftiert und viele protestierten mit Hungerstreiks, um darauf aufmerksam zu machen, dass Frauen, die für Gleichberechtigung kämpfen wie Schwerverbrecher behandelt werden. Polizei und Regierung ordneten Zwangsernährung an, um Märtyrer zu verhindern.</p>
<p>Emily Davison, mehrfach inhaftiert und 49-mal zwangsernährt, wurde die erste Märtyrerin der Bewegung, als sie 1908 versuchte bei einem Pferderennen dem Pferd des Königs einen Suffragetten-Schal umzulegen.<br />
Die wachsende Militanz und nicht gerade demokratisch organisierte WSPU führte zu Abspaltungen, auch unter den Pankhursts selbst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei aller Bewunderung oder Kopfschütteln gegenüber den radikalen Aktionen der Frauen in der WSPU wird leicht übersehen, dass begnadete Organisations-Talente am Werk waren, die sehr erfolgreich Mittel und Spenden akquirierten, Zeitungen und Werbematerial produzierten und Präsenz mit Votes for Women-Shops in mehreren Städten Englands zeigten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei allen Taten, waren doch Worte auch ein Mittel der Wahl. Am 21. Juni 1908 kamen fast eine halbe Million Menschen in den Londoner Hyde Park, um auf 20 Bühnen 80 Rednerinnen über das Wahlrecht der Frauen sprechen zu hören. Bei Anlässen wie dem Hyde Park Ereignis oder dem Volkszählungsboykott &#8211; „<strong>no vote, no census</strong>“ &#8211; unterstützten und beteiligten sich die unterschiedlichen Strömungen der Stimmrechtsbewegung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Differenzen in der Bewegung waren nicht nur strategischer, sondern auch inhaltlicher Art. Die von der WSPU abgespaltene Womens Franchise League wollte wie sozialistische und gewerkschaftlich Organisierte eher ein gleiches Wahlrecht für Männer und Frauen, während die gemäßigtere bürgerliche NUWSS und aus taktischen Gründen auch die WSPU eher auf das gleiche Wahlrecht analog dem der Männer setzten. Demnach wären nur wohlhabende Frauen an der Urne gleich, da das Wahlrecht für Männer in Großbritannien einkommensabhängig bzw. von Grund- oder Hausbesitz abhing.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kritiker*innen aus der sozialistischen Ecke warfen den Pankhursts deshalb vor, nicht für Votes for women zu kämpfen, sondern für votes for ladies. Dieselbe Debatte über die Form des zu erstrebenden Wahlrechts bescherte dem bürgerlich-gemäßigten Lager der Frauenstimmrechtsbewegung in Deutschland den Vorwurf genaugenommen nur eine „Damenwahl“ und kein Frauenwahlrecht erreichen zu wollen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unabhängig von den Strategien und Methoden waren die Bewegungen weltweit damit konfrontiert, dass am Ende Männer &#8211; als Parlamentarier, Könige oder Regierungschefs &#8211; darüber entschieden, ob das Wahlrecht für Frauen eingeführt werden würde. Etwas anders entwickelte sich die Sache auf den <strong>Philippinen</strong>. Dort wurde 1935 eine neue Verfassung eingeführt, die erstmals Männern ein Wahlrecht ohne Einkommenshürden und mit geringer Bildungshürde zusprach (es reichte den eigenen Namen schreiben zu können).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der jahrzehntenlangen Lobbyarbeit feministischer Organisationen &#8211; Asociacion Feminista Ilonga und Asociacion Feminista Filipina &#8211; ist es zuzurechnen, dass die Herren der Verfassungs-Kommission nicht darum herumkamen, das Frauenwahlrecht aufzunehmen, es allerdings an eine Bedingung knüpften: Artikel 5 der neuen Verfassung sah vor, dass das Wahlrecht der Frauen nur wirksam wird, wenn mindestens 300.000 Frauen in einem Frauen-Volksentscheid, der innerhalb von 2 Jahren nach Inkrafttreten der Verfassung durchgeführt werden muss, positiv dafür abstimmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Volksentscheid fand am 30. April 1937 statt. 500.000 Frauen beteiligten sich an diesem Referendum und 447,725 Frauen auf den Philippinen erreichten mit ihren JA-Stimmen ihren ersten großen Wahlerfolg. Der 30. April ist seit 1984 offizieller „womens suffrage day“ auf den Philippinen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ebenfalls ein Frauen-Referendum mit Massenbeteiligung fand am <strong>26. April 1914</strong> in <strong>Paris</strong> statt. Eine halbe Million Frauen beteiligten sich an dieser Abstimmung, die einen in Wahllokalen in ganz Paris, die anderen schickten ihren Stimmzettel per Briefwahl (26.4. &#8211; 3.5.). Die Zustimmung betrug 99,9 %. Dass das mehr als eindeutige Votum der Französinnen nicht zur Einführung des Frauenwahlrechts führte, hat damit zu tun, dass das Referendum &#8211; parallel zur Wahl der Nationalversammlung am 26.4. &#8211; nicht von der französischen Regierung, sondern von Frauenorganisationen in Zusammenarbeit mit der Tageszeitung Le Journal durchgeführt wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unbeeindruckt ließ das Votum die Parlamentarier dennoch nicht, im Parlament wurde wiederholt der Antrag zur Einführung des Frauenwahlrechts eingebracht und erzielte dort auch zunehmend eindeutige Ergebnisse, 1935 sogar einstimmig. Ausnahmslos jeden dieser Anträge lehnte die 2. französische Kammer, der Senat, allerdings ab.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit vollem Stimmrecht traten die Frauen in Frankreich erstmals am 29. April 1945 an die Wahlurnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Ich gebe hiermit bekannt, dass die Frauen der <strong>Vereinigten Staaten von Amerika</strong> ab sofort das Wahlrecht haben“ ließ Victoria Woodhull 1870 als Schlagzeile ihrer eigenen Wochenzeitung Weekly drucken und lieferte die Begründung gleich hinterher. In der US-amerikanischen Verfassung steht: „Die Bürger jedes Staates sollen zu allen Priviliegien &#8230; berechtigt sein, die Bürger in einzelenen Staaten haben“ und nachdem Frauen in Wyoming 1870 ihr Wahlrecht erstmal ausübten, müsste dies nun für alle gelten. Außerdem unterscheide die Verfassung nicht nach Geschlecht, sondern kenne nur „Personen“, die Rechte haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit ihrer schlüssigen Argumentation brachte sie es im Januar 1871 als erste Frau an das Rednerpult des Rechtsausschusses im US-Kongress in Washington. Mehr Mühe bereitete ihr der Zugang zur Frauenstimmrechtsbewegung in den USA, denn unter den bügerlichen Frauen der Bewegung galt der Ruf von Viktoria Woodhull als &#8211; zweifelhaft.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Selfmade-Woman <strong>Victoria Woodhull</strong> hatte es von der Straße bis zur erfolgreichen Brookerin an der Wall Street geschafft und ihr Programm als erste weibliche Präsidentschaftskandidatin der USA im Jahr 1872 zeigt, warum bürgerliche Kreise Annäherungsschwierigkeiten hatten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Vote for Victoria!“ stand für radikale Sozialreformen &#8211; Achtstundentag, Lohngleichheit, Wohlfahrts-, Bildungs- und Gesundheitssysteme, sozialisitsche Wirtschaftskonzepte, positionierte sich gegen Rassismus, sexuelle Gewalt, die Todesstrafe, für eine liberale Sexualpolitik &#8211; freie Liebe ohne Ehegesetze, stattdessen Verhütung und Aufklärung &#8211; und gegen Kriminalisierung von Prostitution und Abtreibung. Bis auf den Wahlzettel schaffte es sie aber nicht, formal erfüllte sie allein das Mindestalter von 35 Jahren nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ida B. Wells</strong> in Chicago war noch jünger als Victoria Woodhull, aber vor allem war sie Afroamerikanerin, geboren in der Sklaverei Mississippis. Als Lehrerin und Journalistin agierte sie aktiv gegen Rassismus und flüchtete vor Verfolgung nach Chicago.<br />
Durch Ergänzungen zur US-Verfassung hatten 1868 auch schwarze Männer das Wahlrecht erhalten, während Frauen (bis 1920) weiter ausgeschlossen blieben. Das hatte zu harschen Spaltungen zwischen den lange Zeit vereinten Freiheitsbewegungen schwarzer Männer und weißer wie schwarzer Frauen geführt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In Chicago hatte Ida B. Wells zusammen mit ihrer weißen Kollegin Belle Squire den Alpha Suffrage Club gegründet, um die wahlberechtigten Männer in den „black communities“ zu motivieren, ihr Wahlrecht zu nutzen und um politische Gleichberechtigung und aktive Partizipation von Frauen zu erreichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vort Ort erlebten Wells und der Alpha Club Gegenwind aus der eigenen community, weil Frauen „an den Herd“ und nicht in die Politik gehören und auf der nationalen Ebene, weil schwarze Aktivistinnen schlecht fürs Image der Frauenbewegung seien.<br />
Als die National American Woman Suffrage Association am 8. März 1913 eine gewaltige internationale Parade durch die Straßen Washingtons schickte, sollten alle schwarzen Frauen am Ende des Zuges laufen statt in den Reihen ihres Bundesstaates. Ida B. Wells weigerte sich und drückte sich vom Publikum aus zwischen die Delegation Illinois, wo sie im Block ihre Alpha Club-Mitstreiterinnen Belle Squire und Virginia Brooks an ihrer Seite aufnahmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Wahlrecht in den USA ist ein besonders gutes Beispiel dafür, wie moderne Demokratien ihre Bevölkerung durch politische Beteiligung für dazugehörig erklären oder nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Während der politische Flüchtling aus Deutschland, Karl Schurz, 1857 als stellvertretender Gouverneur von Wisconsin auf dem Wahlzettel stand &#8211; ohne die US-amerikanische Staatsbürgerschaft zu besitzen &#8211; erhielt die „Ur-Bevölkerung“ in den USA erst 1965 ein gleiches Wahlrecht und die erste weibliche „Native American“ wurde 2018 in das US-Parlament gewählt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Stimmrecht für Frauen scheint heute nur ein Baustein einer geschlechter-gerechten Gesellschaft, aber war &#8211; und ist dort, wo es noch eingeschränkt wird &#8211; eine Schnittstelle der Frauenbewegungen, ein einendes Ziel, das Motivation und Selbstbewußtsein gab wie Einfluss für die eigenen Themen versprach. Die aktiven Frauen waren nicht selten einem massiven Antifeminismus ausgesetzt. Sie bedienten sich aller denkbaren Strategien und Kampfmethoden &#8211; von Unterschriftensammlungen über Medien- und Lobbyarbeit, Straßenprotesten bis zum Hungerstreik. Eine ihrer Stärken und Lebensader war die internationale Vernetzung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diesen mutigen Frauen verdanken wir an vielen Orten der Welt eine entscheidende Etappe für Gleichberechtigung und demokratischen Fortschritt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>CLEMENS HAUSER</h4>

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		<title>Norwegen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[hausercle]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Dec 2014 16:20:05 +0000</pubDate>
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			<p>&nbsp;</p>
<p>1913 haben Frauen in Norwegen das volle gleichberechtigte Wahlrecht erhalten. Voraus ging ein Kampf der Frauenbewegung, der mehr als 30 Jahre dauerte und an dessen Ende Norwegen eines der ersten Länder der Welt wurde, das ein allgemeines Frauenwahlrecht einführte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als sich Schweden und Norwegen als gemeinsame „Union“ 1814 unabhängig von Dänemark machen konnten, wurden bereits 40 % der Männer über 25 mit einem Wahlrecht ausgestattet. Die Forderungen der Frauen nahm 1884 mit der Gründung der ersten Frauenrechtsorganisation Fahrt auf. Die Norsk kvinnesaksforening (Norwegian Women‘s Association/ NKF) und ihre Gründerinnen Gina Krog und Hagbard Berner machten das Frauenwahlrecht zu einer ihrer zentralen Themen. Sie forderten eine politische Beteiligung, die Frauen das Wahlrecht unter den gleichen Bedingungen wie den Männer gewährt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ab 1898 verfügten alle Männer über ein allgemeines Wahlrecht, aber noch hatte keine Frau eine Stimme.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Immerhin, keine drei Jahre später, 1901, erhielten Frauen ein begrenztes kommunales Wahlrecht. Wahlberechtigt waren Frauen, die Steuern über einen bestimmten Betrag entrichteten, unabhängig davon, ob sie die Steuern selbst oder ihre Ehegatten diese Steuern zahlten. Zum Wahlrecht gehörte auch das Recht, in den Gemeinderat gewählt zu werden. Kommunal „allgemein“ und damit gleichberechtigt wählten Frauen in Norwegen bereits seit 1910.<br />
Nach einem ähnlichen Schema erhielten Frauen auf der nationalen Ebene, der Wahl des „Storting“ (Parlament) ihr Wahlrecht. Ab 1907 eingeschränkt und ab 1913 gleichberechtigt. Die ersten Parlamentswahlen nach Einführung des allgemeinen Wahlrechts fanden 1915 statt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In den 1880er Jahren hatten Frauen in der norwegischen Gesellschaft einige Fortschritte erreicht. Sie hatten das gleiche Erbrecht wie Männer, waren volljährig, handels- und handwerksfähig, konnten das Abitur abschließen und an der Universität studieren. Sie organisierten sich in verschiedenen Verbänden und immer mehr Frauen verdienten ihr eigenes Geld und bezahlten Steuern. Warum sollten sie also nicht auch die vollen Rechte als Bürger haben?<br />
Weil dies gegen die Schöpfungsordnung Gottes sei, sich die Familie auflösen, die Gesellschaft aus dem Gleichgewicht geraten und die Frau „ein hartgesottener Aussetzer &#8230; ein Neutron“ werden würde, so Bischof Johan Christian Heuch, einer der schärfsten Gegner des Frauenwahlrechts.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Während sich bürgerliche und auch sozialistische Frauenorganisationen im ganzen Land gründeten, waren die Initiativen einer Frau besonders bemerkenswert: Elsa Laula Renberg (1877-1931), die „Jeanne D‘Arc“ der Samen/Lappen.<br />
Als Vertreterin der Urbevölkerung, die zusätzlichen Einschränkungen und Diskriminierungen unterworfen waren (z.B. Verbot des Landbesitzes), setzte sie sich nicht nur für das Recht auf Land, Eigentum, Wasser, das Recht auf Bildung, die eigene Sprache, sondern auch für ein Wahlrecht von Frauen und Männer ein und zwar eines, das unabhängig von Vermögen und Eigentum besteht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie verschaffte ihren Themen erfolgreich Aufmerksamkeit &#8211; mit guten Reden, Schriften, Kongressen und dem Aufbau von Organisationen, wie der ersten Organisation der Samen &#8211; Lappernas Centralförbund (1905) &#8211; oder der samischen Frauenorganisation „Brurskanke Sámiske kvindeforening“ (1910). 1924 kandidierte sie auf einer eigenen Sami-Liste für das norwegische Parlament, wurde aber nicht gewählt. Der Tag an dem sie den ersten, von ihr initiierten Kongress der Samen in Norwegen eröffnete, wurde 1993 zum Sami Nationalfeiertag in Norwegen (6. Februar) erklärt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dass seit 1901 fast jede zweite Frau in Norwegen zumindest kommunal wahlberechtigt war, ist der Lobbyarbeit der Frauenorganisationen zu verdanken, die mit Unterschriftensammlungen, persönlichen Briefen und ständigen Parlamentsanfragen die politischen Parteien von links nach rechts unter Dauerdruck hielten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie in anderen Ländern gab es auch bei den Frauenorganisationen Norwegens unterschiedliche Positionen über die Form des Frauenwahlrechts. Im Lager der bürgerlichen Aktivistinnen wurde ein einkommensabhängiges Wahlrecht teilweise akzeptiert oder sogar befürwortet, solange es eine Gleichstellung zu den Rechten der Männer bedeutete, während die sozialdemokratisch, sozialisitsch orientierten Frauen ein allgemeines und gleiches Wahlrecht ohne Einkommensgrenzen forderten &#8211; sonst wäre ein größer Teil ihrer Anhänger*innen auch ohne Wahlrecht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Arbeiterinnen, die verzögert in den Kampf für das Wahlrecht einstiegen &#8211; 1895 gründete sich der erste sozialistische Frauenverband der Arbeiterpartiet (Labour Party) &#8211; hatten erst begonnen, Auseinadersetzungen in ihrer Arbeitswelt zu führen und sich für ihre Rechte zu organisieren. Eine Schlüsselerfahrung war dabei der Streik von 400 meist sehr jungen Arbeiterinnen in einer Streichholz-Fabrik in Oslo. Der Streik für bessere Bezahlung, Hygiene und eine Reduzierung der täglichen Arbeitsstunden von 13,5 auf 12 war nicht sehr erfolgreich, aber war der Startschuss für die gewerkschaftliche Organisation der Frauen im Land.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die massenhafte Unterstützung für das Frauenwahlrecht demonstrierten die Frauenverbände wirkungsvoll 1905, als ein Referendum für die Auflösung der Union zwischen Norwegen und Schweden abgehalten wurde. Frauen hatten kein Stimmrecht, aber 565 Frauenverbände organisierten eine mächtige Unterschriftensammlung, an der sich innerhalb von zwei Wochen 280.000 Frauen über 25 J. beteiligten. Am offiziellen Referendum nahmen 371.000 Männer teil.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Frauen-“Referendum“ stärkte die Forderung nach Einführung des nationalen Frauenwahlrechts und am 14. Juni 1907 wurde zum wiederholten Male im „Storting“ über das Wahlrecht der Frauen für die Parlamentswahl abgestimmt. Ausschlaggebend waren jetzt die Stimmen der sozialdemokratischen Arbeidarpartiet. Nachdem der weitestgehende Vorschlag eines allgemeinen, gleichen Wahlrechts abgelehnt worden war, stand ein durch Einkommen bestimmtes Wahlrecht, das nur wohlhabenderen Frauen das Wahlrecht bringen würde, zur Abstimmung. Die konservativen Abgeordneten unterstützen dieses eingeschränkte Wahlrecht, aber die Sozialdemokraten würden mit einer Zustimmung den weiteren Ausschluss der meisten Frauen der Arbeiterklasse mittragen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auf Antrag der Frauen in der Arbeiterpartiet stimmten die sozialdemokratischen Abgeordneten dennoch für den Vorschlag eines eingeschränkten Frauenwahlrechts und 1909 traten Frauen Norwegens an die Urnen, um ihre Vertreter und immerhin eine Vertreterin zu wählen. Anna Rogstad, die für die liberal-konservative Frisinnede Venstre kandidierte und 1911 in den Storting nachrückte, hielt fünf Tage nach ihrer Einberufung ihre erste Rede im Parlament, bei der sie für Kürzungen im Verteidigungshaushalt eintrat und Norwegens Aufgabe als Friedensschlichter hervorhob. Sie war eine versierte Rednerin und zeigte sehr typische Karriereschritte einer Frauenrechtsaktivisitin: Lehrerin, Mitgründerin und im Vorstand der Lehrerinnenvereinigung, der Norwegischen Frauenvereinigung und Frauenstimmrechtsvereinigung, Schulrätin, Kommunalpolitikerin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ihre progressiveren Gegenspielerinnen in der norwegischen Frauenstimmrechtsbewegung, Gina Krog und Frederikke Qvam waren internationale Botschafterinnen der Bewegung, Krog gründete 1904 in Berlin die Intenationale Frauenstimmrechts-Allianz (IWSA) mit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>LINE KRISTOFFERSEN</h4>

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		<title>Spanien</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2014 16:17:46 +0000</pubDate>
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			<p>Clara Campoamor Rodríguez (Madrid, 1888 – Lausanne, 1972)</p>
<p>Clara Campoamor Rodríguez wurde am 12. Februar 1888 in Madrid geboren. Nach dem recht frühen Tod ihres Vaters verlässt sie die Schule und nimmt verschiedene Arbeiten als Schneiderin oder Verkäuferin an, um ihrer Mutter beim Unterhalt der Familie zu helfen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>1909 besteht sie eine Prüfung für den niederen Beamtendienst, 1914 wird sie nach einer weiteren Prüfung die erste Dozentin der staatlichen Erwachsenenbildung für Kurzschrift und Maschinenschreiben. Sie arbeitet außerdem als Schreibkraft im Bildungsministerium und für Salvador Cánovas, den Direktor der liberalkonservativen Zeitung La Tribuna, damals eine der innovativsten und meistgelesenen Tageszeitungen. Darin schreibt sie gelegentlich für die Kulturseiten über Themen, die mit dem „Leben der Frau“ zu tun haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn sie Zeit hat, übersetzt sie aus dem Französischen und besucht so oft wie möglich die Veranstaltungen des Ateneo, eines Kulturvereins mit einem sehr vielfältigen und anregenden Programm. Ateneos gab es damals in allen größeren Städten.<br />
Durch den Streik von 1917 wird ihr Interesse an Politik geweckt. Ab 1922 entwickelt sie eine äußerst intensive Vereinsaktivität. Sie holt ihr Abitur nach, im Dezember 1924 besteht sie ihr Juraexamen an der Zentralen Universität Madrid (heute Universidad Complutense), 1925 wird sie Mitglied der Juristenkammer. Während dieser Zeit hält Campoamor an verschiedenen Orten unermüdlich Vorträge zu Themen wie ‚Die neue Frau’, Feminismus oder Frauenrechte.<br />
Zugleich nimmt sie ihre Aufgaben als Rechtsanwältin und Juristin mit größtem Elan und Engagement wahr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Seit dem Ende des 1. Weltkrieges verändert sich auch in Spanien das Leben. Es gründen sich etliche Frauenvereine, die von Frauen geleitet werden, die häufig im kulturellen Bereich tätig sind. Darunter sind Schriftstellerinnen (z.B. María Lezárraga) und Akademikerinnen, wie etwa María de Maeztu, die am 4. November 1926 den ersten feministischen Verein Spaniens gründet, den Lyceum Club. Zu den Mitbegründerinnen gehört auch Clara Campoamor. Ihr ist es besonders wichtig, die spanischen akademischen Frauenvereine, insbesondere die Juristinnen, international einzubinden, und sie investiert einen Großteil ihrer Zeit und Energie in diese Aufgabe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anfang 1930, nach einem Kongress der Vereine, die den Völkerbund unterstützen, gründet Campoamor zusammen mit anderen Frauen die Liga Femenina Española por la Paz (Spanischer Frauenbund für den Frieden). 1931 ist sie aktive Teilnehmerin an einer Versammlung des Völkerbunds zum Thema „La voz y el voto de las mujeres. El sufragismo en España 1877-1931“ (Die Stimme und die Wahl der Frauen. Das Frauenwahlrecht in Spanien 1877-1931). Der Spanische Akademische Frauenbund wurde über die International Federation of University Women zu diesem Kongress eingeladen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Clara Campoamor und Victoria Kent übernehmen als Rechtsanwältinnen 1931 die Verteidigung einiger Angeklagter, die der Teilnahme am republikanischen Aufstand gegen die Diktatur vom Dezember 1930 beschuldigt wurden. Campoamor ist für die Verteidigung ihres Bruders Ignacio in San Sebastián zuständig, Kent verteidigte den Historiker Álvaro de Albornoz in Madrid; sie sind die ersten Frauen, die vor einem spanischen Militärgericht aussagen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kurz vor der Proklamation der 2. Republik beginnt Clara Campoamors politische Laufbahn. In ihrem Buch El voto femenino y yo. Mi pecado mortal (Das Frauenwahlrecht und ich. Meine Todsünde) berichtet sie über ihren politischen Werdegang. Die 2. Spanische Rebublik wird am 14. April 1931 ausgerufen. Frauen können jetzt für die Wahlen zum nationalen Parlament kandidieren und gewählt werden, aber dürfen selbst keine Stimme abgeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Drei Frauen, Clara Campoamor, Victoria Kent (beide für die Provinz Madrid), Margarita Nelken (für die Provinz Badajoz) werden ins Parlament gewählt. Clara Campoamor ist die erste Frau in Spanien, die im Parlament eine Rede hält. Ziel der drei Abgeordneten ist die Verteidigung der Frauenrechte im Parlament. Doch während Kent und Nelken dafür plädieren, den Zeitpunkt der Einführung des Frauenwahlrechts zu verschieben, hört Clara Campoamor nicht auf, es im Parlament tagaus tagein mittels leidenschaftlicher Reden zu fordern. Doch ein Großteil der Abgeordneten im Parlament, quer durch alle Parteien, ist aus verschiedensten Gründen gegen diesen Schritt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In ihrer Parlaments-Rede 1931 entgegnet sie den Vorwürfen, dass es Frauen an der Reife fehlt, um mit der Freiheit und der Demokratie umzugehen, mit einem Humboldt-Zitat: “Die einzige Möglichkeit, für die Ausübung der Freiheit zu reifen und sie allen zugänglich zu machen, besteht darin, in ihr zu laufen“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Schließlich, am 1. Oktober 1933, spricht sich das Parlament mit knapper Mehrheit dann doch für das Wahlrecht der Frauen aus.</p>

		</div> 
	</div> <div class="separator  transparent center  " style="border-bottom-width:1px;margin-top:37px;margin-bottom:0px"></div>
<blockquote class='blockquote_shortcode with_quote_icon' style=''><span style="" class="icon_quotations_holder">”</span><h4 class='blockquote_text' ><span>Die einzige Möglichkeit, für die Ausübung der Freiheit zu reifen und sie allen zugänglich zu machen, besteht darin, in ihr zu laufen.</span></h4></blockquote><div class="separator  transparent center  " style="border-bottom-width:1px;margin-top:10px;margin-bottom:0px"></div>

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			<p>Clara Campoamor wird nicht ins Parlament wiedergewählt. Ihre Arbeit als Juristin gibt sie aber nicht auf. Auch Kent verliert ihren Sitz als Abgeordnete.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kurz nach dem Ausbruch des Spanischen Bürgerkriegs im Juli 1936 geht Clara Campoamor mit ihrer alten Mutter und einer jungen Nichte ins Exil, zunächst nach Genf, dann nach Lausanne. 1938 bis 1955 ist ihr Exilland Argentinien. In Buenos Aires arbeitet sie als Übersetzerin und hält Vorträge über juristische, gesellschaftspolitische, frauenspezifische und viele andere Themen. Mehrmals versucht sie, eine Daueraufenthaltserlaubnis in Spanien zu bekommen, was ihr aber mit der Begründung verwehrt wird, dass sie Freimaurerin und Kommunistin sei. Letzteres ist sie nie gewesen und die guten Kontakte, die sie eine Zeitlang zu einer Freimaurerloge unterhielt, hatte sie bereits vor vielen Jahren abgebrochen. Da sie es aber im Argentinien des General Perón nicht länger aushält, kehrt sie nach Lausanne zurück. Ihre langjährige Kollegin und enge Freundin Antoinette Quinche steht ihr zur Seite, bis sie dort im April 1972 stirbt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nach ihrem erklärten Willen wird ihre Urne noch im selben Jahr nach San Sebastián überführt. Zu dieser Stadt hatte sie seit ihren ersten Berufsjahren als einfache Beamtin eine sehr enge Bindung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>MERCEDES FIGUERAS</p>

		</div> 
	</div> </div></div></div></div></div></h4>
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		<title>Ghana</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2014 16:10:53 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Maecenas in pharetra eros. Vivamus eu nisi ut dui bibendum ornare vitae a enim. Sed sit amet tellus sagittis, iaculis mi nec, auctor purus. Maecenas feugiat nisl quis felis dignissim, sit amet tristique lectus viverra. Quisque luctus nulla ac lectus malesuada, convallis varius mi accumsan. Pellentesque at nulla ac diam mollis vestibulum at a nulla. Praesent eleifend justo quis tortor pulvinar condimentum. Sed sed rhoncus risus.]]></description>
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	<div class="wpb_text_column wpb_content_element ">
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			<p>Ghana, früher als Gold Coast bekannt, erlangte 1957 seine Unabhängigkeit von Großbritannien und wurde als erste Subsahara-Nation von der Kolonialherrschaft befreit. Es liegt am Golf von Guinea und am Atlantik, in der Unterregion von Westafrika. Ghana erstreckt sich über eine Landfläche von 238.535 km2 (92.099 Quadratmeilen) und grenzt im Westen an die Elfenbeinküste, im Norden an Burkina Faso, im Osten an Togo und im Süden an den Golf von Guinea und den Atlantik. Ghana bedeutet in der Sprache Soninke “Kriegerkönig”.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Vorkolonialzeit</em></strong><br />
Die traditionelle Bedeutung der Akan-Frauen Ghanas reicht bis in die früheste Geschichte des Landes zurück. Die Königinmutter war der geistige Vormund, die gesetzliche Schiedsrichterin, die Herrscherin, die Beschützerin der materiellen Bedürfnisse ihres Volkes, und sogar unter bestimmten Umständen die Anführerin der Armee. Unter der Führung der Königinmutter spielten Frauen eine wichtige Rolle in der Regierungsführung. Die Frage die Frauen wurde vor dem Königin-Mutter-Gericht behandelt. Die Königinmutter hatte drei Möglichkeiten, einen Kandidaten als Chief zu ernennen. Yaa Asantewaa, die Königinmutter von Ejisu, versammelte das Asante-Reich und führte 1900 in Ashanti eine Armee gegen die Briten, um sich nach der Deportation des Asantehene, des König des Asante-Reiches, den Briten zu widersetzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Übergangsphase</em></strong><br />
In den fünfziger Jahren wurden im Vorfeld der Unabhängigkeitserklärung drei Wahlen abgehalten, und in diesem Fall war dies das allgemeine Wahlrecht für Erwachsene. In dem ehemaligen nicht selbstverwalteten Gebiet der Goldküste wurde 1955 vor seiner Unabhängigkeit 1957 Männern und Frauen das gleiche allgemeine Wahlrecht eingeräumt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Nach der Unabhängigkeit</em></strong><br />
Wahlen fanden immer im allgemeinen Wahlrecht für Erwachsene statt. Frauen wurden im Rahmen der Unabhängigkeitsverfassung Ghanas gleichberechtigt, dennoch sind nach wie vor Ungleichheiten in Bezug auf Bildung und wirtschaftliche Macht für Frauen weit verbreitet. Zudem haben Frauen viel weniger Zugang zu Ressourcen als Männer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Politik</em></strong><br />
Obwohl nach der Verfassung von Ghana 1992 politische Mitbestimmungsrechte für Frauen garantiert sind, ist die Vertretung von Frauen in der Regierung gering. In Ghana gab es noch nie eine Präsidentin. Von 275 Mitgliedern des Parlaments sind nur 35 Frauen, die 13,5% des Parlaments vertreten, aber die Zahl der ist im Laufe der Zeit gestiegen.</p>
<p>Darüber hinaus machen Frauen nur einen geringen Prozentsatz der Richter in Ober- und Obersten Gerichten aus. Im Jahr 2009 waren 23% der Richter des Obersten Gerichtshof Frauen. Präsident Kuffour ernannte mit Georgina Wood im Jahr 2000 die erste Frau zur Obersten Richterin Ghana. Als sie in den Ruhestand ging, übernahm wieder eine Frau diese Position, die Oberste Richterin Sophia Akuffo.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zu früheren Zeiten wurde ein größerer Teil der Jungen zur Schule geschickt, die Mädchen wurden zu Hause als Haushaltshilfe gehalten und früh verheiratet. Seit der Einführung der kostenlosen Pflichtschule im Jahr 1961 und der Förderung der Sekundar- und Hochschulbildung mit Hilfe von Stipendien ist dies nicht mehr der Fall.</p>
<p>Seit einigen Jahren dienen ghanaische Frauen ihren Gemeinden als Lehrerinnen, Krankenschwestern, Ärzte und Anwälte. Die Flagge von Ghana wurde von einer Frau entworfen, Theodosia Salome Okoh, und Frauen aus Ghana haben viele internationale Organisationen geleitet, u.a. Akua Kuenyehia den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag (Niederlande), Hannah Tetteh ist derzeit Vorsitzende der Vereinten Nationen in Kenia. Viele weitere steigen in die Berufe Medizin und Recht ein, andere wagen sich in neue Bereiche vor.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Abschließend sei gesagt, dass die Rolle der Frau in der Vorkolonialzeit, obwohl sie von entscheidender Bedeutung ist, im Hintergrund gehalten wurde und in der Kolonialzeit praktisch gleich geblieben ist. Nur wenige mutige Frauen erhielten die Gelegenheit Führungspositionen zu übernehmen.</p>
<p>Die Unabhängigkeitskämpfe in den 1950er Jahren begannen mit der formalen Abstimmung bei Parlamentswahlen, wobei den Frauen das Wahlrecht garantiert wurde. Der Einfluss von Europa und Amerika sollte hier nicht unterschätzt werden. Die Unabhängigkeitsverfassung von Ghana und alle nachfolgenden Verfassungen haben das allgemeine Wahlrecht garantiert, mit der einzigen Voraussetzung “ein Ghanaer mit achtzehn Jahren und gesundem Geist” zu sein. Bestimmte soziale Faktoren und Herausforderungen haben jedoch die Beteiligung von Frauen an der Wahl beeinträchtigt. Aber allmählich und stetig hat sich eine deutliche Verbesserung ergeben, und alle Anzeichen sprechen dafür, dass sich der Trend fortsetzen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>KIRSTIE ANGSTMANN</h4>

		</div> 
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		<title>&#8222;La otra mitad&#8220;</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2014 16:08:08 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div      class="vc_row wpb_row section " style=' text-align:left;'><div class=" full_section_inner clearfix"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<p><strong>La otra mitad/ &#8222;Die andere Hälfte&#8220;. <span class="d2edcug0 hpfvmrgz qv66sw1b c1et5uql rrkovp55 a8c37x1j keod5gw0 nxhoafnm aigsh9s9 d3f4x2em fe6kdd0r mau55g9w c8b282yb iv3no6db jq4qci2q a3bd9o3v knj5qynh oo9gr5id hzawbc8m" dir="auto">Pilu Velver singt über die Enkelinnen der Hexen bzw. sie singen selbst &#8211; Rosa Parks, Simone de Beauvoir, Bertha von Suttner, Angela Davis &#8230;. und Clara Campoamor. ¡Seguimos! sagt Pilu Velver &#8211; wir machen weiter!</span></strong></p>

		</div> 
	</div> <div class="separator  transparent center  " style="border-bottom-width:1px;margin-top:57px;margin-bottom:0px"></div>
<blockquote class='blockquote_shortcode with_quote_icon' style=''><span style="" class="icon_quotations_holder">”</span><h4 class='blockquote_text' ><span>Rompamos las promesa que hicimos sin hablar, Forzadas por la herencia de nacer mujer, Crecimos con el miedo de ser más frágiles … Somos las nieteas de las brujas, Que no pudisteis quemar, Somos la otra mitad, Sintamos nuestra fuerza, la gran sorodidad</span></h4></blockquote><div class="separator  transparent center  " style="border-bottom-width:1px;margin-top:15px;margin-bottom:0px"></div>
<blockquote class='blockquote_shortcode with_quote_icon' style=''><span style="" class="icon_quotations_holder">”</span><h4 class='blockquote_text' ><span>Lasst uns die Versprechen brechen, die wir sprachlos gegeben haben, Erzwungen durch das Erbe, als Frau geboren zu sein, Aufgewachsen in der Angst, schwächser zu sein ... Wir sind die Enkelinnen der Hexen, Die ihr nicht verbrennen könnt, Wir sind die andere Hälfte, Wir fühlen unsere Stärke, die große Schwesterlichkeit</span></h4></blockquote><div class="separator  transparent center  " style="border-bottom-width:1px;margin-top:25px;margin-bottom:0px"></div>

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			<p><strong>Mit dem Lied<span class="style-scope yt-formatted-string" dir="auto"> &#8222;La otra mitad&#8220;, das im September 2019 auf der EP &#8222;Histeria&#8220; veröffentlicht wird, würdigt die Sängerin, Feministin, LGBTIQA&#8211;Aktivistin Pilu Velver Frauen, die sich seit Beginn der Menschheitsgeschichte für die Rechte der Frauen einsetzen. Auf der verlinkten youtube-Seite sind alle bekannten Frauen aufgeführt, die in dem Lied zu sehen sind, es sind mehr als 100.</span></strong></p>

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		<title>Syrien</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2014 16:05:55 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div      class="vc_row wpb_row section " style=' text-align:left;'><div class=" full_section_inner clearfix"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<p>Auch sie war eine Lehrerin. Fast die einzige berufliche Tätigkeit, die Frauen Anfang des 20. Jahrhunderts in Syrien zugestanden wurde, war die als Lehrerin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Thuraya Al-Hafez war eine der ersten Grundschullehrerinnen in Syrien und sie war die erste Frau, die nach der Einführung des Wahlrechts für Frauen (1949) als Kandidatin für einen Sitz im syrischen Parlament antrat. Da sie niemand nominieren wollte, tat sie dies selbst. Ihr Interesse galt der Verbesserung der Lage der Frauen und die Wahrnehmung der wachsenden Frauenbewegung. Einen Sitz im Parlament erhielt sie nicht, aber sie war überzeugt, dass dies nicht an fehlenden Stimmen lag &#8211; sie erklärte ihren Stimmenanteil von 75 % für gesichert &#8211; sondern an der Wahlmanipulation der Regierenden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mehr als zwei Jahrzehnte zuvor hatten sich vor allem Lehrerinnen zur Syrischen Frauen Erweckungs-Gesellschaft zusammengeschlossen, die einerseits wohltätig aktiv waren &#8211; Bildung, Kultur und Gesundheitsversorgung für arme Mädchen und Waisen &#8211; andererseits bewußt arabische Schulen aufbauten, um dem französischen Kolonialeinfluss und den Missionsschulen entgegenzuwirken. Die Frauenbewegung protestierte für sauberere Straßen und bessere Inspektion von Bäckereien, die wegen der schlechten Qualität des Hauptnahrungsmittels Brot ein Gesundheitsrisiko waren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit zwei großen Handarbeits-Ausstellungen 1924 und 1928 machten Frauenorganisaionen auf den drohenden Verlust ihrer Arbeit aufgrund von billigen Importen aufmerksam. Zu der signifikanten Präsenz, die Frauen in den 1930 Jahren im öffentlichen Leben erreichten zählten auch die Literatur-Salons in Damaskus und Beirut.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Etwa 40 Frauenorganisationen mit 500 &#8211; 1000 Vollzeit-Mitarbeiterinnen formten eine einflußreiche Lobby, die mit ihren Forderungen durchaus nationalistisch unterwegs waren, aber den konservativen Muslimen auf der Straße und in der Presse massiv Druck machten &#8211; Emanzipation und Gleichberechtigung war ihr Programm.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nazira Zayn al-Din, die heute als islamische Feministin bezeichnet wird, argumetierte fundiert und vielbeachtet mit dem Koran für den gemeinsamen Unterricht von Mädchen und Jungen, gegen Zwangsverschleierung, für offene soziale Kontakte von Frauen und Männern und für ein gleichberechtigtes Wahlrecht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In das syrische Parlament schafften Frauen es allerdings erst 1971, mit vier von 173 Sitzen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Pionierin in der Justiz war Ghada Murad, die 1975 die erste Richterin Syriens wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>LAMA SIJARE</h4>

		</div> 
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		<title>Freiburg</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2014 16:02:07 +0000</pubDate>
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										<content:encoded><![CDATA[<div      class="vc_row wpb_row section " style=' text-align:left;'><div class=" full_section_inner clearfix"><div class="wpb_column vc_column_container vc_col-sm-12"><div class="vc_column-inner"><div class="wpb_wrapper">
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			<p>Ortsgruppe Freiburg.<br />
In einer öffentlichen Versammlung am 31. März sprach Dr. Anita Augspurg über „Frauenstimmrecht in Staat und Gemeinde“. Ueber 1000 Personen waren herbeigeströmt, um dem Vortrage zu lauschen, eine Zahl, die keine von Frauen veranstaltete Versammlung in Freiburg bisher erreicht hat.<br />
(Meldung der Ortsgruppe Freiburg in der Zeitschrift für Frauenstimmrecht, 1908)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch wenn es nur eine selten große, von Freiburger Frauen organisierte Versammlung war, die am 31.03.1908 den Paulussaal hinter der Dreisamstr. 3 an seine Kapazitätsgrenzen brachte, die Veranstaltung mit Anita Augspurg ist ein Beleg für den Aufbruch von Frauen im Deutschen Kaiserreich und für die Mobilisierungskraft des Themas Frauenwahlrecht wie der Ortsgruppe Freiburg des „Badischen Vereins für Frauenstimmrecht“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anita Augspurg, seit 1900 die zentrale Persönlichkeit des radikaleren Flügels der bürgerlichen Frauenstimmrechtsbewegung, war die Vorsitzende des Deutschen Verbandes für Frauenstimmrecht und damit genaugenommen auch die Vorsitzende der Freiburger Ortsgruppe. Frauen im Kaiserreich war es an den meisten Orten Deutschlands bis 1908 gesetzlich nicht erlaubt, Mitglied politischer Vereine und Parteien zu sein (Ausnahmen in Baden und Hamburg seit 1893) und in den meisten Bundesstaaten war es Frauen sogar untersagt, an politischen Versammlungen teilzunehmen. Aber die in Zürich promovierte Juristin Anita Augspurg und ihre Mitstreiterin und Lebensgefährtin Lida Gustava Heymann hatten im liberalen Hamburg eine Gesetzeslücke ausgemacht und gründeten den deutschen Verein, später Verband für Frauenstimmrecht und juristisch gesehen war die Freiburger Ortsgruppe eine Zweigstelle des Hamburger Verbandes.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Presseorgan des Verbandes war die „Zeitschrift für Frauenstimmrecht“ (Herausgeberin Anita Augspurg), die monatlich als selbstständige Zeitschrift „für die politischen Interessen der Frau“ und als Beilage der „Frauen-Bewegung“ erschien und in Freiburg z.B. im Lesesaal der Volksbibliothek am Münsterplatz gelesen oder im Alkoholfreien Restaurant in der Kaiserstr. 35 erworben werden konnte. Die dort festgehaltenen Aktivitäten der Ortsgruppe sind ein wesentlicher Anhaltspunkt zu den Themen, der Vereinsarbeit und den Verbindungen der bürgerlichen Frauen in Freiburg, die sich für ihre politischen Rechte einsetzten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Freiburg war eine Hochburg der Frauen-Bildungsbewegung, die in einem vergleichsweise aufgeschlossenen, fortschrittlicheren Staat &#8211; Großherzogtum Baden &#8211; die ersten Erfolge feiern konnten. 1893 wurde in Karlsruhe erstmals in Deutschland die erste Klasse eines Mädchengymnasiums zugelassen und eingeweiht (zunächst noch privat organisiert und finanziert) und zur Jahrhundertwende 1899/1900 wurde die erste im Deutschen Kaiserreich offiziell anerkannte Studentin an der Universität Freiburg immatrikuliert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie eng die Bewegung der Lehrerinnen mit der Frauenstimmrechtsbewegung verbunden war, lässt sich nicht nur an gemeinsamen Veranstaltungsorten und gemeinsamen Initiativen nachvollziehen &#8211; im Frauenklub in der Eisenbahnstr. 33 fanden die monatlichen Treffen der Freiburger Ortsgruppe statt, der Freiburger Lehrerinnenverein war im Dezember 1907 korporativ dem Verein für Frauenstimmrecht beigetreten &#8211; sondern wird auch an den handelnden Personen deutlich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Januar 1907 war die Freiburger Ortsgruppe gegründet worden und über die erste Vorsitzende, „Frau Hellwich“ wissen wir außer ihrer Meldeadresse in der Zasiusstr. 71 noch nichts, aber über die im Dezember 1907 gewählte neue Vorsitzende Carola Proskauer (1884 &#8211; 1927) konnten wir in Erfahrung bringen, dass sie zu den damals etwa 100 Studentinnen an der Freiburger Albert-Ludwig-Universität zählte und seit dem Wintersemester 1904/05 Altphilologie studierte. Nach ihrer Promotion und der Ablegung der Staatsprüfung 1910 arbeitete sie bis 1913 als Privatlehrerin für Griechisch und nach unentgeltlichen „Praktikas“ und Vertretungen am Lessing-Gymnasium in Karlsruhe erteilte das badische Ministerium im Oktober 1913 die Zustimmung zur Anstellung als Beamtin am ersten und heute ältesten Mädchengymnasium Deutschlands. Zu ihrer Zeit war Carola Proskauer eine von zwei studierten und promovierten Lehrerinnen in ganz Karlsruhe. Im jungen Alter von 41 Jahren verstarb Carola Proskauer, im Jahresbericht 1926/27 der Schule heißt es: „ Professorin Dr. Carola Proskauer wurde uns am 11. Januar nach schwerer Krankheit entrissen“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Im Dezember 1911 vermeldet die Schriftführerin der Ortsgruppe Freiburg die Wahl von Lina Wäldin-Kobe zur neuen Vorsitzenden der lokal aktiven Frauenstimmrechtlerinnen. Auch Lina Wäldin, die am 26.07.1869 als erste Tochter von Johann und Magdalena Kobe in Freiburg zur Welt kam, war Lehrerin gewesen, allerdings hat sie zum Zeitpunkt ihrer Wahl zur Vorsitzenden ihren Beruf sehr wahrscheinlich nicht mehr ausüben können. Denn 1908 hatte sie ihren Mann Robert Wäldin, ebenfalls Lehrer, in Freiburg geheiratet und aufgrund des damaligen sogenannten „Lehrerinnen-(Beamtinnen-)Zölibats“ war sie durch die Eheschließung de facto gezwungen ihre Anstellung als Lehrerin aufzugeben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Das Frauen diskriminierende Zölibat ist eines von vielen Beispielen der ungleichen, an das Geschlecht gebundenen Behandlung von Frauen, zu denen auch das frauenfeindliche Bürgerliche Gesetzbuch (BGB, 1900) beitrug, wonach in der Ehe den Ehemännern die volle Verfügungsgewalt über Einkommen/ Vermögen (auch das der Frauen) zugesprochen wurde wie auch Entscheidungen gemeinsame Kinder betreffend allein in der Hand der Ehemänner lagen.<br />
„Dieser unwürdige Zustand wird nur beseitigt, wenn Frauen selbst an der Gesetzgebung beteiligt sind, wenn sie mittels des Wahlzettels Männer und Frauen in die Parlamente entsenden, deren Gesinnung genügend Gewähr bietet für eine gerechte Verteilung von Rechten und Pflichten zwischen Männern und Frauen …“ Flyer des Bayerischer Vereins für Frauenstimmrecht, 1914.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Tatsächlich war die Abschaffung des Lehrerinnen-Zölibat (in den meisten Fällen traf das „Berufsverbot“ Lehrerinnen, weil andere Arbeitsgebiete von weiblichen Beamtinnen noch seltener waren) auf Antrag der Parteien DDP, DVP und USPD 1919 in die Weimarer Verfassung aufgenommen worden, allerdings bereits 1923 über die Personalabbauverordnung wieder eingeführt worden und galt in der BRD bis 1951 fort. Erst ein Urteil des Bundesarbeitsgerichts 1957 sorgte dafür, dass das Beamtinnen-Zölibat als unvereinbar mit dem neuen Grundgesetz aus den Gesetzbüchern in Deutschland verschwand.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Recht häufig sind Texte von Lina Wäldin in der reichsweiten Zeitschrift des Allgemeinen Lehrerinnenbundes, „Die Lehrerin“, aber auch in anderen pädagogisch orientierten Publikationen zu lesen. Ihre Artikel sprühen vor Begeisterung für<br />
ihren Beruf und für reformerische Ideen des Unterrichts und ihren Berufsstand. „Von Pädagogen der älteren Richtung wird freilich den Schulreformern gelegentlich vorgehalten, sie wollten den Kindern alles zu leicht machen, wohl gar den Ernst der Pflicht ganz aus der Schule verbannen. Schädigen wir wirklich das Pflichtgefühl der Kinder, wenn wir unsere und ihre Arbeit so gestalten, daß sie das, was sie sollen, mit Neigung tun? Steht etwa der sittlich höher, der „mit Abscheu tut, was die Pflicht ihm gebietet?“, (Wäldin,1911).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Von 1911 bis mindestens 1918 ist Lina Wäldin in der Ortsgruppe Freiburg und im Badischen Verein für Frauenstimmrecht in Funktionen als Vorsitzende oder Schriftführerin aktiv und sieht in der „Frauenbewegung, von der ja die Lehrerinnenbewegung nur ein Teil ist, einen mächtigen Ansporn für beide Geschlechter zu höchstmöglicher Vervollkommnung der eigenen Persönlichkeit .“ (Wäldin 1908/09).<br />
Ob Lina Wäldin selbst zu den aktiven Freiburgerinnen zählte, die in Baden und darüberhinaus auf „Agitation“ oder bei den vielen Vernetzungstreffen unterwegs waren, die vor allem für den „radikaleren“ Flügel der bürgerlichen Frauenstimmrechtsbewegung kennzeichnend waren, ist nicht bekannt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Neben dem Verband für Frauenstimmrecht gab es die deutsche Vereinigung, später den deutschen Bund und dann noch den deutschen Reichsverband für Frauenstimmrecht. Die sich spaltende, vereinende, neu organisierende Stimmrechtsbewegung der bürgerlichen Frauen steht auch für unterschiedliche Wahlrechtskonzepte. Die Konservativen wollen dasselbe auf Einkommen beruhende Wahlrecht wie die Männer &#8211; sonst hätte die Dienstmagd dasselbe Wahlrecht wie die Hausherrin &#8211; und die Fortschrittlichen ein einkommensunabhängiges, gleiches, direktes Wahlrecht für Frauen, und damit auch für die Männer.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aus Sicht der sozialistischen Frauenbewegung, in deren Mitte die Sozialdemokratin Clara Zetkin und ihre in Stuttgart produzierte Frauenzeitschrift „Die Gleichheit“ stand, ging es der bürgerlichen Bewegung sowieso nur um eine „Damen-Wahl“ und nicht um ein grundlegend neues gleiches Wahlrecht für die Frauen, wie es die SPD als einzige Partei im Kaiserreich propagierte und auch im Reichstag &#8211; wiederholt erfolglos &#8211; beantragte. Das aus heutiger Sicht demokratischste Modell wurde von den sozialistischen Frauen (nicht immer von den männlichen Parteigenossen) vertreten, allerdings als Teil des vorrangigen Klassenkampfes: „Der Kampf für das allgemeine Frauenstimmrecht ist das zweckmäßigste Mittel, die Situation im Interesse des proletarischen Befreiungskampfes zu nutzen“ Clara Zetkin, 1907 („Zur Frage des Frauenwahlrechts“ im Rahmen einer Konferenz sozialistischer Frauen).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Frauen der Stimmrechtsbewegung in Deutschland waren treibende Kräfte bei der internationalen Vernetzung der europa- und weltweiten Bewegung und gaben Impulse, die bis heute wirken. 1904 wurde in Berlin der Weltbund für Frauenstimmrecht/ International Woman Suffrage Alliance gegründet und 1910 formulierten auf der II. Internationalen Sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen Clara Zetkin, Käte Duncker u.a. einen Beschluss, der den Beginn des Internationalen Frauentages am 8. März markiert: „ &#8230; veranstalten die sozialistischen Frauen aller Länder jedes Jahr einen Frauentag, der in erster Linie der Agitation für das Frauenwahlrecht dient“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor Ort, und wohl auch in Freiburg, verhinderte das Misstrauen zwischen dem klassenbewussten Proletariat und den bürgerlichen Damen lange gemeinsame Initiativen. Die Trennlinien und die Zersplitterung sind ein Grund, weshalb die Bewegung trotz vieler Initiativen und Herzblut nur in Trippelschritten vorwärts kam. Der Badische Verein für Frauenstimmrecht und die Ortsgruppe Freiburg tourten mit Vorträgen übers Land, reichten im Badischen Parlament, der Badischen Ständeversammlung, Petitionen für ein kommunales Wahlrecht für Frauen ein &#8211; das es in einigen Bundesstaaten des Kaiserreichs gab &#8211; und riefen zur Wahl von Frauen für die Gremien der Ortskrankenkassen und Handelskammern auf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein weiteres Aktionsfeld war das Frauenstimmrecht in den Kirchengemeinden. Lina Wäldin und ihr Mann versuchten das Stimmrecht in den evangelischen Kirchengemeinden Badens zu erreichen. Mit dem Kampagnen-Klassiker der Unterschriftensammlung hatten sie 1914 der Generalsynode der evangelischen Landkirche Baden 1.813 Unterschriften vorgelegt, die ein gleiches Kirchenwahlrecht von Frauen und Männern forderten. Die Eingabe des „Lehrerehepaar Wäldin“ wie die anderer Initiativen aus Mannheim und Heidelberg wurden wachsweich als „erwägenswert“ behandelt und erstmal auf die lange Bank geschoben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zu einer Massenbewegung für das Frauenstimmrecht kam es in Deutschland nicht, aber in Großbritannien. Von der deutschen Presse als abschreckende Beispiele gebrandmarkt, wurden die englischen Suffragetten mit ihren radikalen Methoden andernorts bestaunt und verteidigt, so am 25. Januar 1909 als die Schwestern Brackenbury aus London im Unteren Saal des Kaffehauses “zum Kopf“ in Freiburg aus der englischen Frauenstimmrechtsbewegung berichteten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit dem Beginn des Ersten Weltkrieges 1914 trat das Thema Frauenwahlrecht in den Hintergrund und vor allem das bürgerliche Lager widmete sich nationalen Pflichten, z.B. in der Organisation des Nationalen Frauendienstes, zu dem sich auch in Freiburg viele Frauenvereine zur Aufrechterhaltung der städtischen Verwaltung, Versorgung und Lazaretten zusammengeschlossen hatten. Schon bald nach Kriegsbeginn war die Frauenarbeit an der „Heimatfront“ nicht mehr wegzudenken.<br />
Frauen, die wie Lida Gustava Heymann und Anita Augspurg weiter Kontakt mit der Frauenbewegung der „Feindesländer“ hielten und auch zu internationalen Treffen reisten, um Zeichen für Versöhnung und Frieden zu setzen, wurden meist als Vaterlandsverräterinnen geschmäht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dass es mitten im Krieg doch noch zu einer breiten gemeinsamen Initiative der unterschiedlichen Akteure in der deutschen Stimmrechtsbewegung kam, hatte mit einer Enttäuschung zu tun.<br />
Um die Kriegsunterstützung der vor der Spaltung stehenden SPD im Reichstag zu sichern, stellte Kaiser Willhelm II in seiner Osterbotschaft am 7. April 1917 eine künftige Demokratisierung und eine Wahlrechtsreform in Aussicht. Ein politisches Recht der Frauen kam dabei nicht vor.<br />
Das war die Initialzündung für ein sehr breites Frauenbündnis -„führende Frauen aller Richtungen“ &#8211; das mit einer gemeinsamer Erklärung im Herbst 1917 wieder Fahrt aufnahm und mit Kundgebungen und Eingaben versuchte, den Druck zu halten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am 1. Mai 1918 wurde im Freiburger „Frauenklub“ bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Vereine Frauenbildung-Frauenstudium und der Ortsgruppe Freiburg die „nationale Arbeitsleistung der Frau im Kriege“ betont und als „einzige Form“, um dauerhaft die „vorbildliche Organisation“ der Frauenarbeit und die besonderen Aufgaben der Frauen – „die überall da liegen, wo Mütter- und Frauenfragen sich auftun“ – fortzuführen, das „Wahlrecht und Wählbarkeit der Frau, zunächst in der Gemeinde“ gefordert (Freiburger Tagblatt, 13. 05.1918). Tatsächlich stand das kommunale Wahlrecht der Frauen für die bürgerliche Frauenbewegung als erster erreichbarer Schritt zunehmend im Vordergrund.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als das reichsweite Wahlrecht für Frauen doch eher überraschend am 12. November 1918, einen Tag nach dem Waffenstillstand und Kriegsende vom Rat der Volksbeauftragten &#8211; der Reichsregierung, die nur noch aus Sozialdemokraten (Mehrheits-SPD und Unabhängige SPD) bestand &#8211; verkündet wurde und bereits für Januar Neuwahlen in den Bundesstaaten und für den Reichstag beschlossen wurden, war in Freiburg Lina Wäldin konsequent: sie kandidierte für ein politisches Mandat.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit den Wahlen zur verfassungsgebenden Nationalversammlung Badens am 5. Januar 1919 konnten erstmals in Deutschland Frauen wählen und gewählt werden und Lina Wäldin stand auf der Liste der Kandidierenden &#8211; eine von 15 Kandidatinnen im Wahlkreis Freiburg, bei 135 männlichen Kandidaten. Aufgestellt hatte sie die neu gebildete Deutsche Demokratische Partei (DDP), die zu Beginn der Weimarer Republik eine eher links-liberale Partei war, als eindeutige Verfechter der neuen Demokratie galt und die bevorzugte Partei vieler aktiver Frauen aus der bürgerlichen Stimmrechtsbewegung war.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Marianne Weber, engagagiert für Frauenrechte in Heidelberg und DDP-Abgeordnete in Baden, sprach als erste gewählte Frau in Baden, in der konstituierenden Sitzung am 15. Januar 1919 im Karlsruher Ständehaus: „Wir Frauen können nur unserer hohen Freude und Befriedigung darüber Ausdruck geben, dass wir zu dieser Aufgabe mitberufen sind, und ich glaube, sagen zu dürfen, dass wir besser für sie vorbereitet sind, als vielleicht die meisten von Ihnen glauben.“</p>
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<p>Für die badische Nationalversammlung &#8211; übrigens waren nur badische Staatsangehörige wahlberechtigt &#8211; reichten die Stimmen für Lina Wäldin nicht für ein Mandat. Aber in die Freiburger Stadtverordnetenversammlung (Vorläufer des Gemeinderats), die am 25. Mai 1919 gewählt wurde, zog Lina Wäldin als zweite DDP-Frau neben Dr. Else Liefmann als Abgeordnete ein. Dreizehn weitere Frauen, sieben in der stärksten Fraktion der Zentrumspartei &#8211; Anna Schweiß, Mathilde Otto, Anna Marbe, Maria Jehle, Ernestine Zeiser, Johanna Wertheimer, Henriette Schatz &#8211; fünf (von 25 Sitzen) Sozialdemokratinnen &#8211; Marie Haack, Rosa Zinserling, Dr. Dora Landé, Anna Schenk, Hermine Forsthuber &#8211; und Berta Fleming für die Deutsch-Nationale Volkspartei nahmen neben 81 Männern im Rathaus Platz.</p>
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<p>Schon im Oktober 1920 wird die weitere Lebensgeschichte von Lina Wäldin wieder unschärfer. Wir wissen, dass sie mit ihrem Mann in den 20er Jahren Richtung Kandel, nach Efringen, später Müllheim umgezogen ist. In Efringen war Robert Wäldin Lehrer an der dortigen Hauptschule gewesen und es könnte sein, dass Lina Wäldin wie in der von ihr 1910/11 verfassten Beschreibung des Heimatkundeunterricht “im Freien“ an dem Schulleben ihres Mannes Anteil genommen hat: „Stellt euch auf, wir gehen spazieren!. Heißa, ist das ein Jubel! Im Nu ist die muntere kleine Schar marschbereit …Wer daher Schuhe und Strümpfe an hat, folgt jetzt dem Beispiel des Lehrers und seiner Frau, setzt sich an den sonnigen Rain und „macht sich barfuß“, um das Delta zu durchwaten.“</p>
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<p>Robert Wäldin wird in den 1930er Jahren in den Ruhestand versetzt, um den Eintritt in den Nationalsozialistischen Lehrerbund kommt er laut Entnazifizierungsakten nicht herum, Mitglied der NSDAP war er nicht. Beide hatten in den 1920er Jahren eine Pflegesohn angenommen, der von seiner Pflegemutter Lina Wäldin eine anthroposohische Erziehung genossen haben muss (laut Schwiegersohn von Werner Wäldin).<br />
Lina und Robert Wäldin überleben den zweiten Weltkrieg, sterben im Sommer 1950, Lina Wäldin litt an einer Altersdemenz und Robert Wäldin starb im Juli 1950 in Müllheim.</p>
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<p>In den 1990er Jahren hatte die Historikerin Birgit Heidtke in „Margarethas Töchter“, einer Stadtgeschichte der Frauen in Freiburg, das Thema Frauenstimmrecht dem Gedächtnis der Stadt wiedergegeben und zum 8. März 2019 stärken wiederentdeckte Details und erstmals Fotos von Lina Wäldin die Erinnerungsarbeit an die Stimmrechtsbewegung der Frauen in Freiburg. Und ermuntern zur weiteren Forschung.</p>
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<h4>CLEMENS HAUSER</h4>

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